Mai

Detailliert/abstrahiert (ich sehe was, was du nicht siehst)

Im Gegensatz zu den teilweise grandiosen Ergebnissen, die ich bis jetzt gesehen habe, bin ich selbst leider nicht mit genügend Fantasie in Sachen ‚abstrahieren‘ gesegnet, obwohl es doch sooo einfach ist. Eine Wäschetrommel, der Griff eines Weidenkorbes, ein Reißverschluss, um nur ein paar zu nennen – ja, selbst das verrostete Fahrrad, welches ich bei meinem Rundgang mit Sandra um den Eisernen Steg aus jeder nur erdenklichen Perspektive aufgenommen habe, hat bei mir nicht einen Geistesblitz erzeugt. Und hey – ein durchgerosteter Gepäckträger kann durchaus spannend sein!
So bin ich mit dem 18-55er Standard an das einst funktionsfähige Fortbewegungsmittel herangegangen, um es im Weitwinkel zu porträtieren (Ergebnisse demnäxt auf diesem Sender *grins*), aber auf die Idee, das Makro aufzuschrauben bin ich nicht gekommen.
Tja, der Schlauch, auf dem ich permanent zu stehen scheine, ist mein. Und verdammt lang issa auch…

„Ich sehe was, was du nicht siehst“ muss aber nicht zwangsläufig bedeuten, Teile eines Gegenstandes / Lebewesens aus nächster und noch näherer Nähe abzulichten. Es könnte auch z.B. eine Wolkenformation oder ein verschüttetes Getränk sein. Rorschach lässt grüßen 🙂
Aber
1)  sind Wolken unberechenbar (sofern sie in diesem Monat überhaupt cumullustechnisch vorhanden waren, hehe), und
2)  hatte ich keine Lust, diverse Flüssigkeiten so lange zu verschütten, bis sich eine Assoziation einstellen würde.
Kommt mir jetzt bloß nicht mit Kaffeesatz oder Sand…

Etwas in dieser Richtung sollte aber unbedingt dabei sein, also mehr Ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst als detalliert/abstrahiert. Dumm nur, wenn man keinen Schimmer hat, wie man es umsetzen soll.
Doch auch einer Blindschleiche wie mir ist das Glück hin und wieder hold, und zwar in Form einer kleinen Spielerei, die sich vor knapp zwei Monaten im Zuge des 365-Projekts verselbständigt hat. Kuckt mal:

Das Original könnt Ihr hier sehen >>>
Die hintere Glühbirne ist das Spiegelbild der vorderen. Findet Ihr nicht auch, dass dieses ‚Double‘ – von dem ja nur das Innenleben zu sehen ist, nicht aber das Glas drumrum – wie ein futuristisch sonnenbebrilltes Gesicht mit Seitenscheitel und Halstuch aussieht, das neckisch die (potentiell bemalten) Lippen spitzt? Vielleicht nicht sofort in der Originalversion, aber definitiv in der bearbeiteten. Falls Ihr das nicht so seht, dann habe ich zumindest mit dem Teil „Ich sehe was, was du nicht siehst“ ins Schwarze getroffen 🙂

Bild 2 ist dann eher für die Rubrik ‚detalliert‘ zuständig. Ob es auch auf ‚extrahiert‘ zutrifft, da bin ich mir allerdings jetzt nicht so sicher. Ich schätze, es ist nicht allzuschwer, zu erraten, was sich hinter diesen ‚Höhlen‘ verbirgt…

Genau – Smörebröd, aka Knäckebrot, Rustikal, um genau zu sein. Hatte mir die leichten Scheiben schon mal vorgenommen, damals aber noch behelfsweise mit dem 18-55er Standard, weil ich das Makro noch nicht hatte >>>

Bild 3 ist eigentlich kein Ratebild – die im Original nicht ganz so schrille, aber doch ungemein poppig-bunte Lichtstimmung, die die Umstände in die Wasserflasche zauberten, hat mich einfach überwältigt

Strahlend blauer Himmel und eine satte Nachmittagssonne, die durch die Bäume vor unserem Haus die – Ihr habt’s erfasst – pinkfarbenen Blümchen auf meiner Küchenfensterbank in schönstem Licht erstrahlen lässt. Und auf der Fensterbank eine Flasche Wasser. Wo sie zugegebenermaßen nicht hingehört. Aber hätte sie nicht da gestanden, wo sie genau in diesem Augenblick stand… Ihr wisst schon 😉

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6 Antworten to “Mai”

  1. Oh, Deine Umsetzungen gefallen mir augesprochen gut. Hier kann sich wirklich jeder etwas ganz persönliches hineindenken und sehen, was der andere nicht sieht. Die Glühbirnen finde ich echt interessant.
    Einen schönen Tag und lb.Gruß
    moni

    • Oh, Vielen Dank, Moni! Außer bei der Glühbirne habe ich bis zuletzt gezweifelt, ob ich diese Bilder auch wirklich will. Aber eigentlich tue ich das immer, weshalb ich auch immer so spät dran bin – es könnte sich ja immer was noch besseres auftun 🙂

  2. da hast du wieder einen haufen schöner ideen gesammelt. das letzte hätte ich absolut nicht erkannt, wirkt super mit diesen pyschedelischen farben!!

  3. Mag Deine Sichweise zu disem Thema, fotografisch ARTgerecht gestaltet.

    saludos

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