Für einen Kuss von Dir…

… heißt das Programm, mit dem Herman van Veen aktuell auf Tour ist. Nachdem ich vor vier Monaten die Tickets geordert hatte, war es gestern endlich soweit. Und die Vorfreude hat sich gelohnt.

Herman van Veen spricht deutsch, holländisch, sicher auch englisch, weil alle Holländer englisch sprechen, französisch (naja, zumindest singt er französisch… ), spielt Violine, Gitarre, Klavier, Mundharmonika, trommelt auch mal, und besonders virtuos ist er auf der imaginären Panflöte.
Ferner singt er über das Leben, die Liebe und den Tod, er erzählt aus seinem Leben, spricht über Alltägliches und Besonderes, macht uns betroffen mit traurigen Geschichten, lehrt uns das Gruseln und bringt uns zum Lachen, auch ohne viel zu erzählen, kurz – es gibt so gut wie nichts, was Herman van Veen nicht kann. Ach ja –  tanzen und steppen kann er auch noch. Ihr könnt Euch also vorstellen, dass es ein recht unterhaltsamer Abend war.

Pünktlich um 20:00 Uhr eröffneten Herman van Veen, Eric van der Wurff (Klavier), Jannemien Cnossen (Violine und Gesang), Dave Wismeijer (Bassgitarre), Willem Wits (Percussion) und Edith Leerkes (Akustikgitarre und Gesang) den Abend, legten um 21:00 Uhr eine 20minütige Pause ein, um das Frankfurter Publikum schließlich bis 23:00 Uhr zu unterhalten – 23:00 Uhr, Leute!
Ich weiß nicht, wann um die erste Zugabe gebeten wurde, aber nach der fünften hat mein Schatzi aufgehört zu zählen. Es müssen derer doppelt so viele gewesen sein.
Mindestens.
Ein großes Lob daher auch an das Frankfurter Publikum, das Herrn van Veen frenetisch mit Standing Ovations feierte. Selbst dann noch, als die Crew längst begonnen hatte, unter dem ungastlichen Deckenlicht Steckverbindungen zu lösen und Kabel aufzuwickeln, wurde der immerhin schon 68jährige van Veen nicht müde, immer wieder auf die Bühne zu kommen. Möglich, dass er immer noch nicht genug von uns hatte, als mein Schatzi und ich um elf den Heimweg antraten. Wundern würde es mich nicht…

Samstag, 27. April, Alte Oper, 19:48 Uhr

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Eric van der Wurff und Herman van Veen machen seit 40 Jahren zusammen Musik

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… sagt Herman 🙂

Jannemien Cnosse, eine virtuose Violinistin wie auch Sängerin

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Herman van Veens Hauptinstrument ist ebenfalls die Violine und ich bin mehr als untröstlich, dass ich die Bilder, auf denen Jannemien und er sich ein ganz wunderbares Violinenduell geliefert haben, sozusagen vergeigt habe…

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Jannemien Cnosse, Herman van Veen, Edith Leerkes und Dave Wismeijer

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Herman kann auch albern, sehr zur Erheiterung des Publikums 🙂

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Willem Wits

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Ebenfalls eine langjährige Freundin und Mit-Muikantin Herman van Veens – Edith Leerkes

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Fazit: 64 Euro (pro Kopp!), die sich mehr als gelohnt haben. Nächstes Mal aber weiter vorne, bitte… 😉

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~ von PeM - 29. April 2013.

12 Antworten to “Für einen Kuss von Dir…”

  1. Sehr gelungene Bilder, finde ich. Nr. 1, 2, 8 und 10 gefallen mir am besten. 🙂

    • Dankeschön, meine Liebe *freu*

      Ich bin überrascht, dass überhaupt welche was geworden sind, denn ich knipste durchweg bei ISO 800 (einige sogar ISO 1600) und immer mit vollem Zoom (250 mm). Die schönsten Momente habe ich fototechnisch leider verpasst, zum einen, weil ich ja auch ein bisschen was vom Konzert mitkriegen wollte, zum anderen, weil meine bessere Hälfte mich daran erinnert hat, dass das Klicken unter Umständen die umsitzenden Besucher stören könnte, denn es war oft so ruhig im Saal, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Oder eben meinen Auslöser *lach*

  2. Da wäre ich auch gerne dabei gewesen! Das erste und das letzte Bild gefallen mir am besten. Schön, wieder etwas von Dir zu sehen!
    Gruß Alex

    • Dankeschön, Alex!
      Bin zur Zeit leider ein bisschen träge (insgesamt), hoffe aber, dass es sich mit dem Wetter gibt. Wobei ich jetzt nicht dem Wetter die Schuld geben möchte… 😉

  3. Schöne Fotos. Da werde ich ganz neidisch. 🙂 Hermann van Veen habe ich live noch nicht erlebt. ist aber sicherlich ein Erlebnis. danke für die Bilder und den Bericht!

    • Herzlichen Dank, Werner 🙂

      In Herman van Veens Autobiografie habe ich gelesen, dass er mal zwölf Zugaben geben „musste“, und ich dachte, „wow, sowas kommt sicher nur ein mal in hundert Jahren vor.“ Tja, offensichtlich nicht 😉 Ich fand es einfach nur obercool, dass er einfach weitergesungen hat, während hinter ihm schon aufgeräumt wurde 🙂

  4. Ich wünschte, es wäre nicht mehr Winter hier. 🙂

    • Süße, wir schreiben den 24. Mai und draußen sind’s grade mal neun Grad. Normalerweise lasse ich mich vom Wetter nicht beeinflussen, aber so langsam nervt es selbst mich. Du müsstest mal meine Blümchen auf dem Balkon sehen – einfach nur deprimierend 😐

  5. Mann siehts es Ihnen an Sie geben Ihr bestes!!!

  6. Habe ihn auch noch nicht live gesehen, war in den letzten Jahre auch etwas schwierig 🙂 Sollte er mal in der Naehe von Muenchen sein, dann koennte es was werden.
    Auch aus der Entfernung sind Dir stimmige Aufnahmen gelungen und der Abend war bestimmt ein ganz besonderer.

    servus aus Oberbayern 🙂

    • Oh ja, Rüdiger, das war wirklich ein ganz besonders schöner Konzertabend. In den vergangenen drei Jahren (glaube ich) ist Herman van Veen zwei mal in Frankfurt gewesen (glaube ich…) und mir waren die Tickets einfach immer zu teuer gewesen. Da mir diesmal aber noch ein Geburtstagsgeschenk „fehlte“… 😉

      Ich hoffe, Du hast Dich inzwischen gut eingelebt!

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