Nachtrag Stäbchenzauber

In meinem Artikel ‚Stäbchenzauber‚ hatte ich auf Colognelia’s Kommentar hin Umgebungsbilder von dem See, wo ich die Azurjungfern ‚erwischt‘ habe, angekündigt. Dieser See – sehr klein, aber zu groß, um noch als ‚Teich‘ durchzugehen – liegt versteckt mitten in den Schwanheimer Dünen, und ist für den normalen Dünen-Besucher, der das Naturschutzgebiet respektiert und auf den vorgeschriebenen Pfaden bleibt, kaum bis gar nicht einsehbar, da er sich – umgeben von Sträuchern und Bäumen – in einer Talsenke befindet, die man von weitem eher als Mini-Wäldchen deuten würde.

Nun ist es nicht so, daß ich die Regeln nicht befolge. Aber es steht nirgends, dass man den von Menschenhand angelegten Bohlenweg nicht verlassen darf… (Zu sehen hier >>>) Andererseits gibt es auch noch andere (Verbotsschildfreie, doch weniger attraktive) Wege, um an diesen See zu gelangen, und auf einem dieser Wege habe ich ihn entdeckt.

Doch der Reihe nach.

Folgt man diesem einen, unattraktiven Weg, kommt man hier vorbei:

Linkerseits befindet sich bereits der See. Wie Ihr an den Schatten und dem angedeuteten Buschen sehen könnt, gilt es hier noch eine natürliche Hürde zu bewältigen. Man dreht sich also herum und geht erst mal weiter…

… was bedeutet, dass der See sich jetzt rechterseits befindet…

… noch immer geschützt…

… vor neugierigen Blicken. Übrigens kann man in einer Entfernung von etwa hundert Metern etwas rechts der Mitte ein Stück vom Geländer des oben genannten Bohlenwegs erkennen.

Und hier nähern wir uns langsam dem Ziel

Den musste ich natürlich noch unbedingt mitnehmen 🙂

Nach einer weiteren Grünen Wand, die sich schützend um das kostbare Nass schmiegt, dann endlich…

Dieser kleine, erdige ‚Strand‘ ist der einzige Platz, von dem aus man – mit entsprechender Brennweite – bequem ein paar Libellen erwischen könnte. Die Betonung liegt auf  ‚könnte‘. Der Rest ist Geduld und Glück, denn will man hier ein paar tolle Aufnahmen machen, braucht man beides. Nebst der riesigen Brennweite…

Da dieser Platz schon von einem anderen Fotografen (mit riesiger Brennweite…) besetzt war, verzog ich mich nach links in eine etwa 1m x 1m kleine Nische, in der sich auf und um den Schilfblättern die Blauen Stäbchen zuhauf tummelten. Als der Fotograf dann weg war, bin ich natürlich mal rüber zu seinem ‚Strandplatz‘. Dort schwirrten zwar vereinzelt Großlibellen übers Wasser, doch sie waren zu flink, als dass man sie eben mal im Flug hätte erwischen können. Ich war also ganz froh mit meiner kleinen Ecke, denn rings um den See gab es nicht eine einzige andere Stelle, von der aus man hätte fotografieren können. Es sei denn, man begibt sich auf das Abenteuer einer sehr sandigen, und sehr steilen Böschung – rechts, hinter dem vorderen, hellen Schilf-Buschen – und kommt damit klar, sich eventuell einen nassen Hosenboden zu holen. Welches Schicksal die Kamera dabei erleiden könnte, kann man sich ausmalen…

Die letzten beiden Bilder zeigen Euch die Aussicht, wenn man diesen Ort der Stille verlässt.

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~ von PeM - 27. August 2012.

6 Antworten to “Nachtrag Stäbchenzauber”

  1. Das ist eine wunderbare Landschaft. Den See findet man wohl nur, wenn man sich auskennt. Schön, dass du uns mal die Gegend gezeigt hast, von der aus du die tollen Aufnahmen gemacht hast.

    • Herzlichen Dank, Ute 🙂

      Du, ich war vorher schon so oft in den Schwanheimer Dünen, und habe ihn auch nicht gesehen. Irgendwann bin ich halt mal runter von diesem Bohlenweg, einfach aus Neugierde. Und da bin ich dann sozusagen drübergestolpert 🙂

  2. Das ist aber eine schöne Wegbeschreibung zu der kleinen „Oase“. Schade, dass man nur von der Stelle rankommt, andererseits gönnt man auch der Natur die Ruhe vor unseren Latschen. Das Bild mit dem Astgerippe ist mein Favorit.

    • Herzlichen Dank, meine Liebe 🙂

      Ja, von einer anderen Stelle sieht man datt Seechen einfach nicht, und ich schätze, das ist auch ganz gut so.
      Von dem Astgerippe hab‘ ich noch mehr Bilder gemacht und mich gefreut, dass es wenigstens dieses in Endrunde geschafft hat. Die anderen hab‘ ich komplett versaut, weil ständig irgendwas fehlte. Naja. War ziemlich heiß an diesem Tag, da halte ich es nicht lange in der Sonne aus…

  3. Durch die Landschaft hätte ich mich gerne mit durchgeschlagen. So schön!

    • Sandra! Schön, von Dir zu lesen, auf Deinem Blog ist es ja ziemlich ruhig geworden in letzter Zeit. Ich hoffe, es ist soweit alles okay bei Dir…

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