Hamburg, Teil 3 – Momentaufnahmen

Teil 3 beschließt meinen Hamburg-Blog mit ein paar Schüssen, die wenig bis nichts mit Tourismus und Sehenswürdigkeiten zu tun haben. Womöglich ist das der Grund, warum mir diese Moment-Aufnahmen am meisten am Herzen liegen…

Zwischen Hopfenmarkt und Sandtorkai – Hier musste ich einfach draufhalten…

St. Pauli, Fischmarkt/Hafen.

In Oevelgönne,…

… fern der von Tourismus nur so wimmelnden City, habe ich mich am wohlsten gefühlt. Startet man von der Speicherstadt aus, kommt man während des 5,3 km langen Fußmarschs – immer schön an der Elbe entlang – an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbei. Oevelgönne selbst scheint für den gemeinen Hamburg-Touri jedoch weniger interessant zu sein. Die paar, die man dennoch antrifft, sind hier – so scheint’s – weil sie hier sein wollen.

Folgt man also der oben erwähnten Route, kommt man an der Elbphilharmonie, dem U-Boot-Museum U-434, dem Fischmarkt, und an den Schiffen Cap San Diego, Rickmer Rickmers und dem Feuerschiff vorbei. Unter anderem.
Nach einer Besichtigung des Alten Elbtunnels kann man dann an den Landungsbrücken bei einer Hafenrundfahrt entspannen, oder im Hard Rock Café zu Led Zeppelin ein Bierchen zischen.
Hat man all das hinter sich gelassen, wird es schlagartig ruhiger, und vermutlich sind es dann nur noch die feine Küche des sympathischen Fernsehkochs Steffen Henssler (Henssler & Henssler), und der Schellfischposten, die älteste Seemannskneipe von Hamburg/Altona, in der Ina Müller ihr aufgekratztes Unwesen in Form ihrer beliebten Talk-, und Sing-Show Ina’s Nacht treibt, die gutinformierte Touristen in diese Gegend ziehen, die so gar nichts lebendiges und buntes zu bieten hat.

Nebenbei bemerkt – zu Henssler & Henssler zog es uns nicht wirklich. Ärgerlich war allerdings, im Nachhinein, sprich zuhause, erfahren zu haben, dass wir vier mal (!) am Schellfischposten vorbeigelaufen/gefahren sind, ohne gewußt zu haben, dass der nur knapp 300 Meter von Henssler entfernt liegt. Oh mann…

Ach ja, und dann wäre da noch Dockland. Habt Ihr vielleicht schon gesehen, wenn Ihr bitte mal einen kurzen Blick riskieren möchtet >>>
Dieses Gebäude zu fotografieren, darauf freute ich mich mitunter am meisten. Doch mein Vorhaben wurde in Form eines Security-Beamten vereitelt, der behende auf uns zuschlenderte, als er bei mir die Kamera im Anschlag entdeckte, und uns sogleich darüber aufklärte, dass der Eigentümer keine Bilder seines Gebäudes ohne Genehmigung im Netz sehen will. Und dieser ‚Bitte‘ komme man besser nach, sonst sei einem ein Besuch der Polizei gewiss…

Nach dieser Predigt und der Besteigung von Dockland (jawoll, da kann man rauf, und zwar über eine Außentreppe mit 140 Stufen!) schlenderten wir weiter, vorbei an Bürogebäuden, die mich schwer an mein Frankfurt erinnerten und einem Altenheim, dessen Dachkuppel auf den ersten Blick wie ein Planetarium anmutet >>> – die Seniorenresidenz Augustinum.

Dann aber plötzlich Idylle und beschauliche Hafenatmosphäre – der Museumshafen von Oevelgönne hieß uns Herzlich Willkommen. Diese Welt gefiel mir 🙂

Unser Ausblick von der Terrasse des Fischrestaurants Hoppe aus – die auf der gegenüberliegenden Seite eines von Joggern und Spaziergängern frequentierten schmalen Sträßchens lag.

Hier das ‚Innenleben‘ des Fischrestaurants Hoppe

Angesichts des Schellfischs auf der Speisekarte kam mir die Idee, den freundlichen Kellner nach dem Schellfischposten zu fragen. Wie Ihr Euch anhand der vorangegangenen Geschichte sicher denken könnt, hatte ich es natürlich vergessen…

Ein Schuss aus Hoppe’s Fenster heraus.

Selten habe ich mich so über eine derartige ‚Störung‘ gefreut 🙂

Auf unserem Verdauungsspaziergang von Hoppe’s bis zum Alten Schweden entdeckten wir diesen Kollegen.

Im ersten Moment dachte ich wirklich, der wäre echt. Als er sich aber partout nicht bewegen wollte, kamen mir dann doch Zweifel…

Auch wenn Ihr mich jetzt für ein bisschen plemplem haltet: dürfte ich mir ein Haus wünschen, dann müsste es ganz genau so eins sein.

Wenn ich dumme Gans daran gedacht hätte, ein Übersichtsbild von der Lage dieser Häuser zu machen, könntet Ihr mich vielleicht ein bisschen verstehen 😉

Zum Abschluss nochmal der Museumshafen im Schein der untergehenden Sonne.

Fazit: Jeder, der schon dort war, sagt: Hamburg ist eine Reise wert. Das sehe ich auch so. Doch sollte ich irgendwann nochmal hierher kommen, dann wäre Oevelgönne meine erste Wahl…

Advertisements

~ von PeM - 7. Juli 2012.

13 Antworten to “Hamburg, Teil 3 – Momentaufnahmen”

  1. tolle bilder 😉

  2. Tolle Erlebnisse und Begebenheiten, die du mit Bild und Wort wundervoll erzählst. 😉
    LG Claudia

    • Freut mich, dass es Dir gefällt, Claudia, Dankeschön!
      Ich hadere nämlich immer so ein bisschen mit mir, ob ich in meinen Blogs nicht zuviel rede. Und dabei habe ich nicht mal alles erwähnt *lach*

  3. Das ist ja zum Schluss ne schöne bunte Überraschungskiste. Mir fiel sofort das zweite Bild von oben ins Auge, das hat ne interessante Stimmung. Haste Dir auch diesen Totemspfahl im Hintergrund etwas genauer angekuckt? Das Bild mit der Möwe mag ich auch sehr. Was hätte man auf der Übersicht/Umgebung des begehrten Hauses denn so gesehen? Aber auch ohne Übersicht sieht es gemütlich aus. 😉 Der Typ auf der „Scholle“ ist auch sehr originell! 🙂 Alle 3 Beiträge zusammen haben mir einen interessanten Hamboich-Einblick verschafft.

    • Erst mal Herzlichen Dank, Süße!

      Das zweite Bild von oben gehört auch zu meinen Favoriten, aber den Totempfahl im Hintergrund habe ich tatsächlich erst wahrgenommen, als ich die Bilder auf dem Rechner hatte, will sagen: Nein, ich habe ihn mir nicht genauer angekuckt… *schäm* Wenn Du etwas darüber zu sagen hast, dann raus damit! 😉

      „Was hätte man auf der Übersicht/Umgebung des begehrten Hauses denn so gesehen?“

      Zeig‘ ich Dir/Euch im Nachtrag – auf Michi’s SD-Karte habe ich nämlich noch ergänzendes Infomaterial gefunden 😉

      Ich bin sicher, das Hamburg, wie jede andere Stadt auch, da am interessantesten ist, wo es keinen Tourismus gibt 😉

  4. Danke, dass du mir Hamburg in Deinen Bildern wieder näher gebracht hast. Ich lebe seit gut sieben Jahren hier, aber mehr als einen flüchtigen Blick habe ich selten für die Besonderheiten der Stadt übrig. Ich höre lärmende Autos, sehe hektische Menschen und nehme die Stadt als solche gar nicht mehr wahr. Ein Perspektivwechsel von Zeit zu Zeit kann Wunder wirken.

    LG
    Mimi

    P.S.: So ein süßes Häuschen würde ich mir auch wünschen. 🙂

    • Liebe Mimi, ich glaube, so geht es jedem, der in einer für andere interessanten Stadt lebt. Mehr als ein mal habe ich mich beim Schlendern durch Hamburg’s Straßen gefragt, ob sich die Bewohner eigentlich der Besonderheiten ihrer Heimatstadt bewußt sind. Aber diese Frage habe ich mir denn auch gleich selbst beantwortet: Nein, sind sie nicht. Denn ich bin es auch nicht. Das hat zwar nichts mit der leider alltäglich gewordenen Hektik zu tun, aber es ist schon traurig, dass man weder Aug‘ noch Ohr mehr hat für die schönen Dinge des Lebens. Ja, selbst die Schönheit ist relativ geworden, und wenn ich jetzt nicht die Notbremse ziehe, wird das hier eine Abhandlung, die in Politik und Ethik ufert *lach*

      Herzlichen Dank, Mimi! 🙂

      • Ja, jeden Menschen plagt seine eigene, persönliche Hektik. Ich ziehe auch des öfteren die Notbremse, fahre meistens aber gleich wieder weiter. Vielleicht wird es für mich Zeit, mal die Fahrspur zu wechseln. 🙂

        Ich freu mich auf deine Bilder. Die Welt hat noch so viele davon zu bieten. 🙂

      • Das schlimme ist ja, dass der Mensch in diesen Sog hineingezogen wird, ob er will oder nicht. Daher ist es ratsamt, von Zeit zu Zeit stehenzubleiben und sich zu fragen, was wirklich wichtig ist im Leben. Damit man nicht den Halt verliert… 😉

  5. Ich übe mich, genau wie du. Wir finden den Weg. 🙂

  6. Hatte leider nur ein paar Stunden Zeit für Hamburg. Hatten Urlaub in der Heide gemacht, für Hamburg war nur ein Tag eingeplant.. Heißt: Nicht so viele Fotos, und davon die meisten auch so naja 😀

    Ich finde, bei Dir kann man hier einfach sofort erkennen, was Hamburg ausmacht und welche kleinen Besonderheiten es dort durch die nächste Nähe zum Meer gibt. Das gefällt mir!

Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: