Hamburg, Teil 2 – Andere Sehenswürdigkeiten

Neben dem Hafen gibt es in Hamburg jede Menge anderer sehenswerter Dinge. Weshalb dieser Hamburg-Blog ja auch dreiteilig ist *grins* Jedoch treffen die vorgeschlagenen Sehenswürdigkeiten in den Reiseführern nicht immer meinen persönlichen Geschmack. Täten sie das, dann würden drei Teile bei weitem nicht ausreichen.

Das zum einen.

Zum anderen gab es drei entscheidende Faktoren, die mich daran gehindert haben, das eine oder andere Bauwerk würdig abzulichten. Das Wetter, meine Füße und der Standort unseres Hotels. Dazu mehr in den Begleittexten der Bilder.

Direkt am Fischmarkt liegt das U-Boot-Museum  U-434, dessen Besichtigung wir bei Regen ins Auge gefasst haben. Da der Himmel zwar oft bedeckt war, aber GottSeiDank nicht weinte und wir nur drei Tage Zeit hatten, werden wir den Besuch der 434 wohl auf ein andermal verschieben müssen…

Auf die Speicherstadt hatte ich mich (fototechnisch) am meisten gefreut. Entsprechend enttäuscht war ich über den wolkenverhangenen Himmel am ersten Tag unseres Besuchs. (Hier musste ich schon ziemlich Hand anlegen, um überhaupt ein paar Konturen herauszuholen…) Abgesehen davon kommt man sowieso besser abends hierher, wenn man es wirklich richtig machen will. Aber man kann eben nicht alles haben…

Inmitten der beiden Bücken auf einer kleinen Halbinsel befindet sich übrigens das Wasserschlösschen, ein Restaurant, das an sonnigen Tagen hoffnungslos überfüllt ist.

Apropos sonnige Tage: Das untere Bild entstand an einem solchen, ist aber leider das einzige aus der Speicherstadt mit freundlicherem Ambiente, das einigermaßen gelungen ist. Wir schreiben Tag 3 in Hamburg. Der Tag, an dem mir die Füße wehgetan haben wie noch nie in meinem Leben. Keine Ahnung, ob es an möglicherweise unpassendem Schuhwerk gelegen hat, am Kopfsteinpflaster, welches zuhauf vorhanden ist in ‚Hamboich‘, oder an der ungünstigen Kombination von beidem. Jedenfalls brannten mir die Latschen so sehr, dass ich alle halbe Stunden eine Pause brauchte und demzufolge auch eher halbherzig die Kamera in Gebrauch nahm. Böses Foul, aber was will man machen…

Dieses schnittige Teil ist die Cap San Diego, ein Stückgutfrachter, der als Museumsschiff im Hamburger Hafen, nahe der Landungsbrücken, liegt. (Im Hintergrund rechts, die Elbphilharmonie). Ich bin froh, dass wir am zweiten Tag hier vorbeigekommen sind, denn da taten mir die Füße  noch nicht sooo weh…

Auf der Cap San Diego war es recht dunkel, weshalb ich die Chancen für gute Aufnahmen denkbar schlecht einschätzte. Nachdem ich aber zuhause auf dem Rechner die Bilder aus den Maschinenräumen gesehen habe – die sich über drei Stockwerke erstreckten, und zwar nach unten hin – hat es mich geringfügig missgestimmt, es nicht wenigstens versucht zu haben…

Entgegen aller Erwartung – ich hatte ja keine Ahnung, dass dieses Schiff auch als Hotel fungiert – waren die Toiletten auf der San Diego nicht antik, sondern modern und benutzbar. Besonders amüsiert hat mich dieses Schild, welches man nicht übersehen konnte, da es an jeder Toilettenkabinentür angebracht war, und zwar innen 😉

Bei diesem gar graziösen Dreimaster handelt es sich um das Museumsschiff Rickmer Rickmers, welches das schwimmende Wahrzeichen von Hamburg genannt wird. Sagt zumindest die hiesige Website…
Das stählerne Frachtsegelschiff liegt bei den St. Pauli Landungsbrücken, nur einen Steinwurf von der Cap San Diego entfernt.

Ein Schiff der norwegischen Küstenwache, das nur für diesen einen Tag in Hamburg angelegt hatte. Wahrscheinlich musste es mal tanken… *grins*
Im Hintergrund übrigens die…

Elbphilharmonie

Habt Ihr Euch je gefragt, wo die Redewendung  „Alter Schwede!“ her kommt? 😉 Spaß beiseite, dieser Koloss von einem Stein wurde im September 1999 bei Baggerarbeiten zur Fahrrinnenvertiefung der Elbe in ca. 15 Meter Tiefe  gefunden. Somit war Hamburg um eine weitere „geologische Attraktion ersten Ranges reicher“ . Einzelheiten dazu könnt Ihr hier nachlesen >>>

Das Größenverhältnis auf dem dort gezeigten Bild stimmt nicht ganz. Auf der Beschreibungstafel unten passt’s schon eher 😉

Auch das Chilehaus ist ein begehrtes Motiv für Fotografen. Bei Nacht. Und hier lag – wie auch bei der Speicherstadt – der Hase im Pfeffer. Unser Hotel lag etwas außerhalb. Gewollt. In Berlin hatten wir damit beste Erfahrungen gemacht. Hier in Hamburg war es aber so, dass wir fünf Haltestellen mit der U-Bahn fahren mussten und dann nochmal zwei mit dem Bus. Okay, hätten wir den letzten Bus verpasst, der gegen 23:30 Uhr gefahren wäre, hätten uns die letzten zwei Kilometer zu Fuß nicht umgebracht. Aber a) führte der Weg durch ein Gebiet, durch das man nachts als Tourist höchst ungern spaziert, und b) kreuzten wir das Chilehaus am dritten Tage unseres Hamburg-Besuchs. Der Tag, an dem mir eh‘ jeder Schritt eine Qual war. Deshalb bitte ich auch hier um Nachsicht, was die Qualität des Bildes betrifft…

Der Alte Elbtunnel führt 426 Meter  durch die Elbe hinüber nach Steinwerder und ist ebenfalls beliebt bei Fotografen. Interessant fand ich aber auch den Weg nach unten…

Für Fußgänger und Radfahrer ist der Weg durch den Tunnel kostenfrei und rund um die Uhr in beide Richtungen erlaubt. Für Autos gelten anderen Regeln. Die dürfen gegen eine Gebühr von 2 Euro nur morgens einige Stunden in die eine, nachmittags einige Stunden in die andere Richtung fahren. Warum, seht Ihr auf dem Bild unten.

Soviel zu Teil 2 meines Hamburg-Blogs. Im dritten und letzten Teil kommen dann ein paar Momentaufnahmen ‚zu Wort‘  😉

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~ von PeM - 1. Juli 2012.

7 Antworten to “Hamburg, Teil 2 – Andere Sehenswürdigkeiten”

  1. Das Warten auf den 2. Teil hat sich gelohnt. Am meisten faszinieren mich die Kollagen von den Örtlichkeiten, die sich unten befinden oder dorthin führen. Das hat sowas Aufregendes, ein bisschen Unheimliches. Am besten gefällt mir der Tunnel selbst, wie lang ist der noch mal? Den Himmel mit den Wolken finde ich eigentlich ganz passend, vielleicht wirkt das sogar besser als knallblauer Himmel. Die Elbphilharmonie ist ja ein seltsames Gebäude, in dem ich nun gar keine Philharmonie vermutet hätte. Das Chile-Haus sieht interessant aus, wieso heißt das eigentlich so? Alles in allem ein schöner Einblick besonders für die, die selber noch nie da waren! 🙂

    • Erst mal Vielen Herzlichen Dank, Süße! *freu*

      Wo es nach unten geht, hat es für mich in erster Linie etwas unheimliches, dann erst kommt die Faszination 🙂

      Der Tunnel ist 426 Meter lang.

      Ja, mit dem Himmel magst Du recht haben. Ich denke, es kommt aber auch oft auf das Motiv an. NUR blauer Himmel die ganze Zeit über wird aber auf Dauer langweilig, da geb‘ ich Dir recht 😉

      Die Elbphilharmonie habe ich nicht lange vor unserem Hamburg-Trip noch in einem anderen Foto-Blog gesehen (ich erinnere mich leider nicht mehr, wo…) und dazukommentiert, „interessantes Gebäude, sowas hätte ich hier auch gerne“, und da meinte die Blog-Chefin, „Klar, gibt’s hier in Hamburg.“ Und ich, „sorry, da muss ich passen.“ So in dem Sinne. Wer hätte allerdings gedacht, dass ich nicht viel später tatsächlich vor der Elbphilharmonie stehe? 🙂
      So aus der Nähe ist die aber eigentlich gar nicht schön…

      Wiki sagt über die Namensgebung des Chilehaus:

      „In Hamburg war es üblich, den Kontorhäusern Namen zu geben. Da die Reederei Rob. M. Sloman bereits ihr 1908–1910 erbautes Kontorhaus am Baumwall Slomanhaus genannt hatte, entschloss sich Henry B. Sloman, seinem Haus in Erinnerung an seine 32-jährige Tätigkeit in Südamerika den Namen „Chilehaus“ zu geben.“

  2. Starke Impressionen aus Hamburg, auch wenn das Wetter nicht immer optimal war. Kenne Hamburg leider nur wenig, aber was ich damals gesehen habe, hat mich schwer beeindruckt.
    Wenn die Zeit reif ist, werde ich mich dieser Stadt auch mal fotografisch naehern 🙂

    saludos

    • Wenn die Zeit reif ist und Du Dich dieser Stadt fotografisch näherst, wünsche ich Dir auf jeden Fall besseres Wetter, Ruediger 🙂

      Vielen Dank auch! *freu*

  3. Nach Hamburg muss ich in meinem Leben auch nochmal, wie mir die Bilder zeigen.

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