… zum Beispiel: Polfilter

Um an meinen vorangegangenen Artikel anzuknüpfen – Ihr erinnert Euch vielleicht, mein neues Familienmitglied, das auf den Namen Tokina ATX Pro SD 11-16 F2.8 (IF) DX hört – möchte ich Euch heute von meinen Erfahrungen mit dem Polfilter berichten, den ich mir zum Tokina dazu geleistet habe.
Da ich den Superweitwinkel hauptsächlich (erst mal…) für Landschaftsbilder einsetzen wollte, darf ein Polfilter natürlich nicht fehlen. Jener Aufsatz, der einzigartige Himmelsatmosphären schaffen, die Farben zum Leuchten bringen, und Reflektionen verhindern soll. Zumindest da, wo wir sie nicht brauchen. Ein wahres Wunderkind also, dieser Polfilter, wenn man bedenkt, dass er einem auch noch Zeit schenkt! Nämlich die, die wir am PC sparen, wo wir unseren Bildern (normalerweise) eine ordentliche Portion Bearbeitung angedeihen lassen.

Okay, für die erfahrenen Fotografen/Fotografinnen unter Euch ist der Polfilter wahrscheinlich nichts neues und schon gar kein Teufelswerk. Für mich aber, die datt Dingen direkt nach Kauf zuhause ausprobiert hat und so gar nichts von all den tollen Effekten feststellen konnte, ein kleines Wunder, nachdem ich letzte Woche losgezogen bin, um es zusammen mit dem Tokina in den Schwanheimer Dünen zu testen. Und diesmal wurde ich nicht enttäuscht, im Gegenteil – meine Erwartungen wurden weit übertroffen!

Folgendes Prinzip bei den untenstehenden Bildern: zwei Aufnahmen pro Motiv, erst die ohne Polfilter, dann dasselbe Motiv nochmal mit. Natürlich sind die Bilder noch keine Offenbarung, aber der Unterschied ist deutlich erkennbar. Wobei ich polfiltertechnisch immer das Extrem gewählt habe. Man kann den Effekt natürlich stufenlos regeln, also auch abschwächen. Aber da ich ein Fan starker Kontraste bin, gefällt es mir so eigentlich ganz gut… Okay, ich befinde mich noch in der Lernphase, freue mich über den Erfolg, und in ein paar Monaten sehe ich diese Ergebnisse womöglich mit ganz anderen Augen 😉

So, genug geredet. Hier kommen die Bilder, die ich übrigens keinerlei Bearbeitung unterzogen habe. Ich habe sie lediglich verkleinert und das Logo eingefügt. Klar, sonst würde die ganze Geschichte hier keinen Sinn machen, ne? *grins*
Tipp:  Nicht nur auf den Himmel, sondern auch auf die Wiese achten. In der Großansicht sieht man den Unterschied noch ein bisschen besser.

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Bild 1, ohne Polfilter

Bild 1, mit Polfilter

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Bild 2, ohne

Bild 2, mit. Wobei hier die rechte Hälfte des Himmels erheblich gelitten hat. Das ist aber nichts, was sich nicht lösen ließe. Entweder für künftige Aufnahmen durch die richtige Drehung, oder bei dieser Aufnahme nachträglich per PI…

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Bild 3, ohne Polfilter

Bild 3, mit Polfilter

Hier habe ich versucht, den Kontrast mittels Blitz noch etwas zu verstärken. Hat ganz gut geklappt, oder?

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So, ein letztes Mal ohne…

… und schließlich mit Polfilter

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Falls Euch die Begeisterung jetzt genauso gepackt hat wie mich und Ihr nicht wisst, welcher Polfilter denn nun der richtige ist, der für 12,- Euro, oder doch lieber der für 120,- , da kuckt Ihr am besten bei Ralfonso’s Fotoschule rein. Den Link dorthin findet Ihr rechts im Menü unter dem schönen Titel „Vieles hätte ich verstanden, wenn man es mir nicht erklärt hätte…“

Und nächstes Mal kümmere ich mich dann um die Reflektionen…

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~ von PeM - 22. August 2011.

9 Antworten to “… zum Beispiel: Polfilter”

  1. Super, aber geht das nicht auch mit Bildbearbeitung ??

    • Natürlich geht das auch mit Bildbearbeitung, liebe Marianne. (Das meiste jedenfalls…) Aber wenn man nach einer Fotosession im Feld 200 Bilder geschossen hat und diesen Effekt per Bildbearbeitung hinzufügen will, muss man – zusammen mit all den anderen Eingriffen wie nachschärfen, Größe ändern, etc. – viel Zeit investieren. Es sei denn, man will das so 😉
      Zum einen.
      Zum anderen ist es doch schön zu wissen, dass man schon während des Fotografierens Einfluss auf das Ergebnis nehmen kann, oder? 😉 Wie man das hinterher regelt, bleibt ja jedem selbst überlassen. Der eine tobt sich hinter der Linse aus, der andere lieber am PC *lach*

  2. Sehr schöne Beispiele, meine Liebe! Ich glaube, bei den Reflektionen wird es deutlicher werden, was der Filter kann, denn diese Effekte kann man nach meiner Vorstellung nicht oder eher schlecht noch mit Nachbearbeitung erreichen. Die Landschaft sieht aus, als könnte man da allerlei kleines Krabbel- und Fluggetier antreffen, bin schon gespannt drauf. 😉

    • Yepp, sofern man nicht in RAW schießt, kann man bei Überbelichtung hinterher am PC noch was drehen. Hab’sch zumindest gelesen 😉 Und Reflektionen neigen halt zu Überbelichtung, deshalb bin ich schon sehr gespannt, wie sich der Polfilter in dieser Hinsicht schlagen wird:-)

      In den Schwanheimer Dünen gibt’s ganz bestimmt solches Kleingetier (da hab‘ ich damals übrigens auch den Eichelhäher gesehen 😉 aber die da fleuchen, können mir auch gerne gestohlen bleiben *lach* Ach, da fällt mir ein – ’nen kleenen Salamander hab‘ ich gesehen!

  3. Spätestens wenn spiegelndes Glas oder Wasseroberflächen ins Spiel kommen ist es vorbei mit der Idee, „alles“ auch nachher im digitalen Labor machen zu können. Ich mag Polfilter, auch wenn sie einen toll einschränken – wirken sie doch nur in einem bestimmten Winkel zur Sonne ordentlich. 🙂

    • Roland: „Spätestens wenn spiegelndes Glas oder Wasseroberflächen ins Spiel kommen ist es vorbei mit der Idee, „alles“ auch nachher im digitalen Labor machen zu können.“
      Und das ist auch ganz gut so! Ohne unser persönliches kreatives Mitwirken würde das Fotografieren doch nur halb so viel Spaß machen.

      Ja, das mit dem bestimmten Winkel ist mir auch aufgefallen. Muss da noch ein bisschen üben und immer will man den Polfilter ja nicht einsetzen. Aber schön zu wissen, dass man es kann und diese Momente dann evtl. auch erkennt 🙂

  4. So ein Filter fehlt mir noch in meiner Sammlung, habe zwar einige Filter aus analogen Zeiten, leider passen diese nicht zum Durchmesser meines Objektivs:-( Kommt Zeit kommt Filter, oder so:-)
    Die ersten Aufnahmen zeigen schon deutlich was so ein Filter kann, wenn dann die Aufnahmen mit Wasser- und Glasflaechen kommen wird es richtig interessant. Bin auf Deine weiteren Bilder mit dem Filter gespannt.

    Zum Thema alles mit einem Bildbearbeitungsprogramm zu gestalten wurde ja schon geschrieben. Gewisse Einstellungen lassen sich realisieren, aber bei bestimmten Aufnahmen ist dann aber Feierabend:-)

    saludos und weiterhin viel Spass

    Ruediger

  5. Hallo,

    ganz herzlichen Dank für Deinen netten Kommentar. Du hast recht, die Fotos sind in den Gärten der Welt entstanden. Ich wohne nicht weit weg und so ist das immer wiedermal mein Ziel.
    Ich freue mich über Deinen Kommentar sehr, erstens, weil ich mich natürlich über jeden netten Kommentar freue, und zweitens, weil er gerade in diesem Moment gekommen ist.
    So habe ich Deinen Post über den Polfilter entdeckt. Ich habe mir nämlich auch gerade einen zugelegt und mir ging es genauso wie Dir, dass ich im ersten Moment enttäuscht war. Ich habe zu Hause auch ein wenig rumprobiert und überhaupt keinen Unterschied feststellen können.
    Deine ausführlichen und toll bebilderten Ausführungen haben mich jetzt ein gutes Stück weitergebracht.
    Ganz herzlichen Dank dafür! Ich werde Dich ganz gewiss öfter besuchen.

    Ganz liebe Grüße
    Jutta

    • Ach, das freut mich aber! Nicht, dass Du mich jetzt öfter besuchen kommst, (das natürlich auch! *lach*), sondern dass mein Beitrag Dir als Hilfestellung dienen konnte 🙂
      Dann muss ich wohl auch mal öfter bei Dir reinschauen, damit ich das Ergebnis Deiner Versuche nicht verpasse 🙂

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